Danny Frede | Serielle Rechtecke | 06. August 2016 - 31. Dezember 2016

„Als Reflexion eines in seiner Gesamtheit digitalisierten Alltags entstammen die Bilder des als Fotograf und Grafiker tätigen Malers der Differenz zwischen Werbung und Kunst, zwischen Rechner und Leinwand. Sie sind untrennbar mit seinem umfassenden Verständnis virtueller Bildbearbeitung verbunden.

Unnachgiebige Raster aus seriellen Rechtecken, die gewissermaßen als herausgespachtelte Pixel, mit Farbe gefüllt, ihre Hochglanzoberflächlichkeit verlassen, tastbar werden und organisch zu wachsen scheinen.

Frede erweitert die geometrische Strenge der zurückliegenden Schaffensphase nun durch das Experiment mit dem Material, bedeckt den goldenen Grund seiner Arbeiten mit Rost und ebnet dem Betrachter einen Weg zurück in eine polymorphe Wirklichkeit.

Dort, wo der Suprematismus einst jeden Bezug zur Wirklichkeit verweigert, bleibt das abstrakte Viereck zwar weiterhin die einzige denkbare Form zur Erklärung der Welt, aber es legt sich ein oxidativer Schleier über die Bilder, die uns – gleich einem barocken Vanitas-Stillleben – vor Augen führen, dass alles vergänglich ist: das Bild, sein Maler und schlussendlich auch seine Bedeutung.