Melanie Weindl | Materialgeschichten | 20. September 2015 - 10. Oktober 2015

Experimentelle Objektkunst

Die in Mülheim lebende Grafikerin beschäftigt sich seit über 12 Jahren mit Material-Ästhetik, inspiriert durch die Komplexität von Materialbeschaffenheiten und analoger Haptik.

Mit unterschiedlichen Basis-Materialien wie z.B. Wachs, Schellack, Leim oder Harz werden vorherrschen- de Gestaltungsideen erfasst und umgesetzt. Intuitiv benutzte Farbmischungen fußen auf die Vorlieben für Farbkonzepte, können aber durchaus auch ihre momentane Stimmung widerspiegeln.
Durch Hinzufügen, Sichtbarmachen und das partielle Abtragen vielschichtiger Texturen erzeugt Melanie Weindl Überraschungseffekte, wobei neu entstehende Bildoberflächen von Hochglanz-Glasureffekten bis zu einer seidig-milchigen Struktur variieren können.

Die Assoziation mit essbaren Leckereien liegt beim Betrachter oftmals nahe.

Die Gestalterin bewegt sich im Spannungsfeld von stringenter Rastereinteilungen und freier Gestaltung, das sich innerhalb eines Rahmens abspielt. Durch manuelle Anordnung von Bildelementen bricht sie automatisch aus der vorgegebenen Rasterstruktur aus. So finden minimale Ungenauigkeiten statt, die widerum Dynamik erzeugen. Das Bild bewegt sich frei in sich.

Die Künstlerin hat durch langjährige Erfahrungsprozesse eine authentische Formsprache entwickelt gekoppelt mit einem hohen Mass an ästhetischem Niveau.
Die meisten Arbeiten sind in einem quadratischem Format angelegt.

Jedes Werk ist ein Unikat.