Jac Gijzen | Light Frequency | 15. Juli 2017 - 30. September 2017

Die jüngsten Ölgemälde von Jac Gijzen sind nur zu begreifen, wenn man auch Einsicht in seine Karriere hat. Wir brauchen nicht detailliert in die Entwicklung gehen, die der Künstler seid seiner Ausbildung durchgemacht hat. Eine vortreffliche Beschreibung finden wir hiervon in der Monografie „Jac Gijzen“ aus den End Neunzigern. Hierin demonstriert Kunsthistoriker Rick Vercauteren, als Leiter der Kommunikation des Noordbrabantschen Museums in s`Hertogenbosch, wie die Malkunst von Jac Gijzen in der Europäischen Gemäldetradition wurzelt und wie er beeinflußt ist vom Schaffen von Künstlern wie Bonnard, Van Gogh, Guston, de Kooning und Vedova. Im weiteren Bezug zeigt der Autor auf, wie Jac Gijzen, als Folge seiner Reisen nach Nepal und Indien, seine ursprünglich expressive Bildsprache zu transformieren wußte. So führten Studien unter anderem von Joga, Hinduismus und Tibetischem Buddhismus zu einem anderen Gebrauch von Farben und der Einführung von verschiedenen östlichen Elementen. Als Vorbild nennt Vercauteren unter anderem das Vajra- Zepter, die Tika und diverse Chakren, Energiezentren die, in der klassischen Joga Lehre, eine tragende Rolle spielen. Auch die Traditionen, Denkweisen und religiösen Anschauungen der verschiedenen ethnischen Gruppierungen haben ihn tief berührt. Kein Ort scheint geeigneter zu sein, Jac Gijzen kennen zu lernen, als das Tal von Kathmandu, überwältigende Natur, die prahlende Pracht der Jahrhunderte alten Tempel und die bunten Städte und Dörfer geöffnet. Jac Gijzen öffnet sich bewußt den verschiedenen Kulturen mit denen er in Nepal und Indien in Berührung kommt. Jac`s Auftrag ist den Verschmelzungsprozeß, mittels seiner Bildsprache, weiter voran zu treiben.